Neue Spendenaktion von Brot für die Welt – vorgestellt per Podcast

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Das Foto
Srimati Gulabidevi (60) zeigt den traditionellen Reis- und Saatgutspeicher. Sie wohnt in Gundiyat Gaon, einem Dorf im Rawain-Tal. Es gehört zum Projektgebiet der Organisation Navdanya. Traditionell ist die Bewahrung und Vermehrung von Saatgut Frauensache. Frauen haben auch dafür gesorgt, dass vergessene Nahrungsmittel wie die Fingerhirse in Indien wieder populär geworden sind. Das Getreide enthält besonders viel Kalzium und Eisen und schützt so vor Mangelernährung. Foto: Thomas Lohnes/Brot für die Welt

Gesund ernährt statt einfach abgespeist: Das richtige Saatgut ist für Menschen weltweit überlebenswichtig. Warum? Das erklären zwei Fachfrauen von Brot für die Welt zum Auftakt der neuen Spendenaktion des evangelischen Hilfswerks – leicht verständlich, in der neuen Folge des monatlichen Podcasts.

Vielfalt statt Einfalt auf dem Teller – die ganze Welt kann sich gesund ernähren. Brot für die Welt erklärt, warum auch Mangelernährung Menschen weltweit bedroht und was sich dagegen tun lässt. Die Produktion des Podcasts lag auch dieses Mal in den bewährten Händen der Tonjuwelen. Die O-Töne von Vandana Shiva brachte dankenswerterweise meine Kollegin Renate Vacker von einer Reise zu den Navdanya-Projekten mit. Die Takes mit Cornelia Füllkrug-Weitzel entstanden in dem neuen, kleinen Studio der Online-Redaktion von Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe (mehr dazu vielleicht mal in einem eigenen Blogpost).

Der fertige Beitrag zum Anhören

Das Manuskript der Podcast-Episode

Menschen helfen, satt zu werden – dafür setzt sich Brot für die Welt schon immer ein. Mit einer neuen Aktion kommt noch ein wichtiger Aspekt dazu: Mangelernährung verhindern.
„Satt ist nicht genug“ heißt das Motto der Spendenaktion. Denn: Zwei Milliarden Menschen leiden an Mangelernährung. Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt, erklärt, was das für diese Kinder, Frauen und Männer bedeutet:

Mangelernährung, das heißt, sie leiden an chronischem Vitamin- und Nährstoffmangel. Mangelernährung behindert Entwicklung des einzelnen und einer Gesellschaft ebenso stark wie Hunger, ist also insofern ein wichtiges Thema für Brot für die Welt. Die Kinder bleiben geistig hinter ihrem Potential zurück und auch die körperliche Entwicklung ist verzögert und sie bleiben ihr Leben lang anfällig für Krankheiten. Bei Frauen liegt das größte Risiko bei Eisenmangel, das führt besonders zu Komplikationen unter der Geburt, zu häufigen Todesfällen, also die Müttersterblichkeitsrate steigt dadurch. Bei allen, jung wie alt, ist durch Mangel zum Beispiel an Zink eine größere Anfälligkeit für Durchfall, Lungenerkrankungen, alles Mögliche. Und das sind ja Krankheiten, das müssen wir uns deutlich machen, an denen man in Entwicklungsländern durchaus sterben kann.

Dagegen lässt sich etwas machen – Brot für die Welt fördert den Anbau traditioneller und nährstoffreicher Kulturpflanzen. Sie sollen erhalten bleiben oder wieder zu neuen Ehren kommen. In den vergangenen Jahrzehnten sind viele Reis-, Kartoffel- und auch Getreide-Sorten vom Markt verschwunden. Sie wurden durch wenige, teilweise gentechnisch veränderte, Arten ersetzt. Mit gravierenden Folgen: Das Industriesaatgut ist teuer und oft nicht so widerstandsfähig gegen extremes Wetter und Klima. Und: Viele lebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe, die in den alten Sorten noch enthalten waren, fehlen in der Massenware. Doch für eine gesunde Ernährung sind diese Nährstoffe besonders wichtig.

Partner für die neue Spendenaktion ist in diesem Jahr das Projekt Navdanya in Indien. Die indische Wissenschaftlerin, Umweltaktivistin und Trägerin des alternativen Nobelpreises, Vandana Shiva, leitet es:

Meine Nachricht heißt: Freiheit säen. Dass überall auf der Welt das wirtschaftliche System, das Ernährungssystem und das politische System benutzt werden, um Frieden zu schaffen, für die Natur und … und für Freiheit für jeden Einzelnen um Sicherheit zu haben, Arbeit und Nahrung.

Dank Vandana Shiva und ihres Projekt gibt es in vielen Dörfern in 18 indischen Bundesstaaten wieder Saatgutbanken. Das hilft den kleinen Familienbetrieben auf dem Land, billig und verlässlich an traditionelle Saatgutsorten heranzukommen – und das ist ein wichtiger Beitrag, damit die Menschen genug zu essen haben und mit wichtigen Nährstoffen versorgt sind. Ohne die Saatgutbanken wird bei vielen Bauernfamilien schnell das Geld knapp. Denn sie müssten das teure Saatgut der großen Konzerne kaufen – und die passenden Spritzmittel oft gleich mit. Für Tausende Bäuerinnen und Bauern ging diese Rechnung nicht auf. Noch einmal Cornelia-Füllkrug Weitzel:

Wenn sie sich einmal abhängig gemacht haben vom Ankauf von Saatgut und es kommt dann eine Missernte und sie können also nicht genug erwirtschaften, um sich neues Saatgut zu kaufen, dann sind sie damit in der absoluten Armutsfalle und viele müssen dann ihren Boden wieder hergeben.

Die Saatgutbanken haben noch einen anderen Vorteil. Sie erhalten und verteilen die alten Sorten an Getreide, Reis und Kartoffeln:

Zum Beispiel Quinoa, was ein sehr eiweißreiches Getreide ist in den Anden. Oder auch Rückgang des Anbaus von afrikanischen Hirsesorten wie Sorghum, die sehr viel Lecithin haben. Stattdessen wird mehr Mais und geschälter Reis konsumiert, das sind diese Massenprodukte, die weltweit auf den Markt gedrückt werden und auch in den letzten Jahrzehnten vielen Bauern aufgeschwätzt worden sind, dass sie das anbauen sollen. Beide haben aber, geschälter Reis und Mais, einen sehr geringen Anteil an Nährstoffen und das unter anderem führt zu Mangelernährung.

Gesund ernährt statt einfach abgespeist – dafür macht sich Brot für die Welt gemeinsam mit
den Partnern in Indien und weltweit stark. Die Hilfe mit Weitblick schafft Perspektiven. Menschen sollen in Würde leben können. Möglich wird das mit Spenden. Ernährungs-Fachfrau Vandana Shiva fasst es so zusammen:

Brot für die Welt – wie der Name schon sagt – ist als Organisation die wichtigste Stütze um Brot für die Welt zu produzieren, zu schützen und zu verteilen. Sie als Unterstützter von Brot für die Welt haben einen großen Beitrag daran, und einen riesigen Anteil in den vergangen zwei Jahrzehnten. Brot für die Welt als Partner von Navdanya hat uns geholfen eine neue Art der Landwirtschaft zu gründen, welche die Erde schützt, die Farmer, die Esser bevor alles zerstört wurde. Vielen Dank, lasst uns stark sein und lasst und als eine Erden-Familie zusammenarbeiten für einen wundervollen Planeten den wir miteinander teilen und für eine Menschheit.


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Niko Wald

inothernews.de ist der private und nicht-dienstliche Blog von Niko Wald - Journalist, Webmaster, Projektmanager, Redakteur und Onliner.


Politikwissenschaftler und Volkswirt, langjährige Arbeit als freier Journalist bei Tageszeitungen und Online-Redaktionen, ausgebildeter Tageszeitungs-Redakteur, Arbeit als Redakteur in einer aktuellen Printredaktion und als Online-Redakteur für die Öffentlichkeits- und Pressearbeit der internationalen NGOs Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe. Seit 1999 begeistert von Botswana (Afrika).


Kanäle: Online, Foto, Video, Audio und Print.


Stationen: Rhein-Hunsrück-Zeitung (Simmern), Der Weg (Saarbrücken), Die Rheinpfalz (Ludwigshafen), Rheinpfalz online (Ludwigshafen), Rhein-Neckar-Zeitung (Heidelberg), Rhein-Zeitung (Mayen, Andernach, Koblenz), Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe (Stuttgart und Berlin), Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL, Berlin).


Außerdem (in freier Tätigkeit): Beratung von und Workshops für Kommunen, Universitäten, Kirchenkreise und Landeskirchen. Wissenstransfer und -vermittlung für Medienarbeit und Journalismus, Strategieentwicklung für Öffentlichkeits- und Medienarbeit, Projektmanagement für Websites und Onlineprojekte


Kontakt: nwx@inothernews.de oder @inothernews_de