Eine-Welt-Arbeit ins Gespräch bringen – Tipps für Initiativen und Basisgruppen

Und wie läuft's bei Ihnen?

Vortrag, Tagesseminar, Wochenend-Workshop, Webinar und Online-Tutorials: Gemeinsam bringen wir Ihr Projekt für die Medien- und Öffentlichkeitsarbeit voran. Zusammen erarbeiteten wir Wissen, um Ihre (Online-) Öffentlichkeitsarbeit noch besser zu machen.
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Das Foto: Mario Ochante, Peru, mit verschiedenen Kartoffelsorten. Schon vor Urzeiten wurden in Peru Kartoffeln angebaut. In dem Andenland gibt es rund 3800 verschiedene Sorten – die jedoch kaum noch jemand kennt. Mit Unterstützung von Brot für die Welt hilft die Bauernorganisation Chirapaq, diese einzigartige Vielfalt zu bewahren und die Ernährung der Bevölkerung zu sichern. Foto: Brot für die Welt

Beim Tagesseminar der Infostelle Peru für Peru-Interessierte zum Thema „Wie bringen wir Peru ins Gespräch?“ habe ich einen Workshop zur Online- und Medien-Arbeit von Brot für die Welt anzubieten. Ich stellte dabei unsere Online-Kanäle vor, bot den etwa 15 Teilnehmenden einen Blick hinter die Kulissen von Website, Blog, Newsletter und Social Media, zeigte unsere Multimedia-Plattformen und -Inhalte und stellte Möglichkeiten zur Auswertung der eigenen Online-Arbeit vor. Die Teilnehmenden kamen aus der Praxis und machen selbst Öffentlichkeitsarbeit in Sachen Peru, Entwicklungspolitik und „Eine Welt“.

Hier nochmals, kurz zusammengefasst, meine Antworten auf die Fragen, die mir die Teilnehmenden nach meiner Präsentation und am Rande des Seminar stellten:

  • Wer in nächster Zeit die eigene Projekt-Website auf Vordermann bringt (Relaunch/Redesign), sollte Wert auf ein Screendesign legen, das für alle Bildschirme passt – von kleinem Touchscreen von Mini-Smartphones bis zum großen TV-Bildschirm. Stichworte dafür sind: adaptive und responsive Webdesign.
    Mein Tipp: Für die klassischen CMSe Typo3, WordPress und Joomla gibt es kostenlose oder relativ günstige Layoutvorlagen (Templates), die auf allen Bildschirmen gut aussehen. Auf der Basis dieser Layoutvorlagen lässt sich das eigene, individuelle Screendesign gut aufbauen.
  • Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen, die eher kleine Website einer Kirchengemeinde mit WordPress aufzubauen. Es muss nicht immer das sehr mächtige und professionelle Typo3 sein.
    Mein Tipp: Das CMS sollte zu Webmaster und Redaktion passen. Entscheidend ist, dass beide in Zukunft mit dem CMS arbeiten können und gerne arbeiten wollen. Einfachheit ist dabei ein klarer Pluspunkt.
  • Social Media ist nicht immer und für jede Projektkonstellation ein Muss. Es gibt Fälle, in denen sich die Menschen, die man erreichen möchte, besser über andere Kanäle ansprechen und erreichen lassen. Ich rate auch davon ab, zugunsten von zu vielen Social-Media-Präsenzen die eigene Website zu vernachlässigen und sie beispielsweise nicht aktuell zu halten. Zentralgestirn mit eigener Strahlkraft sollte immer die eigene Webpräsenz sein. Darauf lässt sich dann Social-Media-Aktivität aufbauen.
    Mein Tipp: Machen Sie sich vorab Gedanken, wen Sie mit welchen Botschaften und mit welchem Ziel ansprechen wollen. Überlegen Sie sich, welche Interaktivität Sie für Ihr Projekt brauchen. Klären Sie auch, welche Ressourcen an Zeit und Geld zur Verfügung stehen. Entscheiden Sie sich erst dann für Plattformen im Social Web.
  • Es ist technisch möglich, mit einer einzigen CMS-Installation (konkret ging es um Typo3) mehrere Websites auszuspielen. Es ist allerdings nicht die unkomplizierteste Art, zwei verschiedene Sites zu generieren. Die für die Administration verantwortlichen sollten wissen, was sie tun und was zu tun ist. Die Konfiguration von CMS, Datenbank, Server und Backup-Routinen sind bei Multi-Site-Installationen umso wichtiger.
    Mein Tipp: Wenn es lediglich um zwei verschiedene Sites geht und die Multi-Installation Probleme macht, lieber mit zwei getrennten, aber dafür stabil laufenden Installationen von Typo3 arbeiten.
  • Die quelloffenen und kostenlose Software zum Erstellen von Website-Reportings und -Auswertungen heißt Piwik. Weitere Informationen gibt es auf der Website des Projekts.
    Mein Tipp: Viele Hoster bieten mittlerweile eine automatisierte und sehr einfache Installation von Piwik an. Es lohnt sich, dort anzufragen oder sich im Administrationsbereich des Hosters umzusehen.

Vielen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer für das interessierte Zuhören und die vielen Fragen, die ich gerne beantwortet habe. Meine Prezi vom Seminartag gibt es hier zum Ansehen:


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Niko Wald

inothernews.de ist der private und nicht-dienstliche Blog von Niko Wald - Journalist, Webmaster, Projektmanager, Redakteur und Onliner.


Politikwissenschaftler und Volkswirt, langjährige Arbeit als freier Journalist bei Tageszeitungen und Online-Redaktionen, ausgebildeter Tageszeitungs-Redakteur, Arbeit als Redakteur in einer aktuellen Printredaktion und als Online-Redakteur für die Öffentlichkeits- und Pressearbeit der internationalen NGOs Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe. Seit 1999 begeistert von Botswana (Afrika).


Kanäle: Online, Foto, Video, Audio und Print.


Stationen: Rhein-Hunsrück-Zeitung (Simmern), Der Weg (Saarbrücken), Die Rheinpfalz (Ludwigshafen), Rheinpfalz online (Ludwigshafen), Rhein-Neckar-Zeitung (Heidelberg), Rhein-Zeitung (Mayen, Andernach, Koblenz), Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe (Stuttgart und Berlin), Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL, Berlin).


Außerdem (in freier Tätigkeit): Beratung von und Workshops für Kommunen, Universitäten, Kirchenkreise und Landeskirchen. Wissenstransfer und -vermittlung für Medienarbeit und Journalismus, Strategieentwicklung für Öffentlichkeits- und Medienarbeit, Projektmanagement für Websites und Onlineprojekte


Kontakt: nwx@inothernews.de oder @inothernews_de