AfE-Turm Frankfurt: Ein Hochhaus am Ende seiner Tage

Der AfE-Turm in Frankfurt am Main besteht seit 1970 – doch die Tage des 116 Meter hohen Gebäudes sind gezählt: Die Büros und Fachräume werden in den nächsten Monaten geräumt, in den nächsten Jahren soll das Gebäude gesprengt (oder abgerissen) werden.

Noch ist das Gebäude, das zum Campus Bockenheim der Johann Wolfgang Goethe-Universität gehört, in Betrieb. Büros und Seminarräume der Fachbereiche Gesellschaftswissenschaften, Erziehungswissenschaften und Psychologie finden sich dort. Kurios: Die Abkürzung AfE steht für „Abteilung für Erziehungswissenschaft“. Diese Abteilung bezog aber nie das Hochhaus – bereits vor Eröffnung des Gebäudes war sie bereits wieder geschlossen worden.

Das Gebäude war und ist umstritten – es gab Diskussionen um den mangelhaften Brandschutz, das von vielen als unschön empfundene Aussehen innen und außen und die Sicherheit im Gebäude. 2005 kam eine Uni-Mitarbeiterin beim Versuch, aus einem defekten Fahrstuhl zu klettern, ums Leben. Die Aufzüge gelten als chronisch defekt. Das Treppenhaus gilt als Labyrinth, verbindet es die eingeschossigen Büros in dem einen Teil des Turms und die meist anderthalb-geschossigen Seminarräume im Nachbarteil.

Die Möglichkeit, dieses Gebäude zu betreten, endet bald. Es gilt also, die letzten Chancen zu nutzen, um den guten Ausblick zu genießen und die AfE-Turm-typische Stimmung zu erkunden. Das Hochhaus – zu sehr Zweckbau, zu viel Beton, zu wenig Zukunft.


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Niko Wald

inothernews.de ist der private und nicht-dienstliche Blog von Niko Wald - Journalist, Webmaster, Projektmanager, Redakteur und Onliner.   Politikwissenschaftler und Volkswirt, langjährige Arbeit als freier Journalist bei Tageszeitungen und Online-Redaktionen, ausgebildeter Tageszeitungs-Redakteur, Arbeit als Redakteur in einer aktuellen Printredaktion und als Online-Redakteur für die Öffentlichkeits- und Pressearbeit der internationalen NGOs Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe. Heute im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Seit 1999 begeistert von Botswana (Afrika).   Kanäle: Online,Online, Foto, Video, Audio und Print.   Stationen: Rhein-Hunsrück-Zeitung (Simmern), Der Weg (Saarbrücken), Die Rheinpfalz (Ludwigshafen), Rheinpfalz online (Ludwigshafen), Rhein-Neckar-Zeitung (Heidelberg), Rhein-Zeitung (Mayen, Andernach, Koblenz), Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe (Stuttgart und Berlin), Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL, Berlin).   Außerdem (in freier Tätigkeit): Beratung von und Workshops für Kommunen, Universitäten, Kirchenkreise und Landeskirchen. Wissenstransfer und -vermittlung für Medienarbeit und Journalismus, Strategieentwicklung für Öffentlichkeits- und Medienarbeit, Projektmanagement für Websites und Onlineprojekte   Kontakt: nwx@inothernews.de oder @inothernews_de