Mit wenig Licht schöne Farben zaubern

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Foto-Tipps für Afrika-Reisen
Dieser Text ist Teil einer Ratgeber-Serie, die ich 2008 für das faire Reise-Unternehmen Pula-Tours schrieb und auf der damaligen Website veröffentlicht worden war.

Bei Standard-Aufnahmesitationen macht Ihre Kamera wahrscheinlich ganz automatisch gute Fotos. Doch nicht immer gelingen mit dieser Automatik die besten Aufnahmen. Nach meiner Erfahrung wird es für die meisten Kameras schwierig, wenn das Licht knapp wird – etwa bei Sonnenauf- oder -untergängen. Standardmäßig reagieren Kameras im Automatik-Modus darauf mit dem Zuschalten des eingebauten Blitzes, dem Heraufsetzen der Lichtempfindlichkeit und dem Verlängern der Belichtungszeit. Die Kamera versucht dadurch mit ihren Mitteln genügend Licht-Informationen auf den Chip zu bringen. Dieses Vorgehen führt zwar meist zu einem Ergebnis, das aber oft nicht das bestmögliche ist.

Wenn Sie einen Sonnenaufgang oder -untergang mit seinen kräftigen Farben festhalten möchten, schalten Sie versuchsweise den Automatik-Modus ab. Wählen Sie eine manuelle Betriebsart, in der Sie die Lichtempfindlichkeit (den sogenannten ISO-Wert) und die Belichtungszeit selbst wählen können. Stellen Sie für stimmungsvolle, aber dennoch „knackige“ Aufnahmen den ISO-Wert nicht zu hoch ein. Eine Empfindlichkeit von höchstens ISO 400 reicht meistens aus, oft tun es auch ISO 200 oder noch weniger. Ein niedriger ISO-Wert hat den Vorteil, dass die Fotos weniger „rauschen“, also weniger grobkörnig wirken. Schalten Sie den Blitz komplett ab (oder lassen Sie ihn eingeklappt). Sie möchten für Ihre Aufnahme schließlich das wunderschöne Licht- und Farbenspiel der Natur festhalten. Mit dem künstlichen Blitzlicht können Sie dabei nichts ausrichten. Oft macht der Blitz erst eine solche Aufnahme wirklich kaputt. Arbeiten Sie außerdem mit einer eher kurzen Belichtungszeit – auch wenn das zunächst unlogisch erscheint. Denn eigentlich müssten Sie ja mit einer längeren Belichtung die geringere Lichtintensität ausgleichen. Sie werden in der Praxis schnell feststellen, dass kürzere Belichtungszeiten zu satteren Farben führen. Doch seien Sie auf der Hut: Es passiert dabei schnell, dass Sie unterbelichten. Dann wirken Ihre Aufnahmen grobkörnig. Schlimmstenfalls verlieren dunklere Bildpartien Ihre gesamte Zeichnung. Neuere Kameras zeigen solche Stellen im Display an – oder sie warnen vor Unterbelichtung. Jedoch geben manche Geräte auch eine Warnung aus, wenn das Bild nachher in Ordnung ist. In einer solchen Situation ist also Ihre Erfahrung gefagt.

Üben Sie das Fotografieren von Sonnenauf- und -untergängen schon zu Hause. Nehmen Sie Ihre Kamera zum Beispiel bei einem abendlichen Spaziergang mit. Spielen Sie mit verschiedenen Einstellungen und schauen Sie sich am Rechner zu Hause die Ergebnisse an. Merken Sie sich die besten Einstellungen – und nutzen Sie sie bei Ihrer Reise. Machen Sie gerade bei Aufnahmen, die unter heiklen Lichterverhältnissen entstehen, immer mehrere Aufnahmen. Oft verwackeln solche Aufnahmen, ohne dass Sie es merken oder es auf dem kleinen Bildschirm Ihrer Kamera erkennen können. Mit einer größeren Zahl an Aufnahmen erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass ein „Treffer“ unter Ihren Fotografieren ist. Missratene Aufnahmen können Sie bei Gelegenheit löschen – etwa am Abend in der Unterkunft, wenn Sie auch Zeit haben, sich die Fotos vergrößert auf dem Kamera-Bildschirm anzeigen zu lassen. Falls Ihre Kamera sogenannte Belichtungsreihen anfertigen kann: Nutzen Sie diese Funktion. Dann sind Sie auf der sicheren Seite. Schauen Sie in der Bedienungsanleitung nach. Und testen Sie diese Funktion in aller Ruhe zu Hause. Auf Ihrer Reise sollten Sie nur solche Funktionen anwenden, mit denen Sie vertraut sind.


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Niko Wald

inothernews.de ist der private und nicht-dienstliche Blog von Niko Wald - Journalist, Webmaster, Projektmanager, Redakteur und Onliner.   Politikwissenschaftler und Volkswirt, langjährige Arbeit als freier Journalist bei Tageszeitungen und Online-Redaktionen, ausgebildeter Tageszeitungs-Redakteur, Arbeit als Redakteur in einer aktuellen Printredaktion und als Online-Redakteur für die Öffentlichkeits- und Pressearbeit der internationalen NGOs Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe. Heute im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Seit 1999 begeistert von Botswana (Afrika).   Kanäle: Online,Online, Foto, Video, Audio und Print.   Stationen: Rhein-Hunsrück-Zeitung (Simmern), Der Weg (Saarbrücken), Die Rheinpfalz (Ludwigshafen), Rheinpfalz online (Ludwigshafen), Rhein-Neckar-Zeitung (Heidelberg), Rhein-Zeitung (Mayen, Andernach, Koblenz), Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe (Stuttgart und Berlin), Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL, Berlin).   Außerdem (in freier Tätigkeit): Beratung von und Workshops für Kommunen, Universitäten, Kirchenkreise und Landeskirchen. Wissenstransfer und -vermittlung für Medienarbeit und Journalismus, Strategieentwicklung für Öffentlichkeits- und Medienarbeit, Projektmanagement für Websites und Onlineprojekte   Kontakt: nwx@inothernews.de oder @inothernews_de