VRN weiter gegen Bypass-Lösung

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Mannheim: Fahrgaslzahlen bleiben bei steigenden Einnahmen stabil

Der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) kontert nach wie vor massiv gegen die Pläne der Deutschen Bahn, die neue ICE-Trasse als Bypass am Hauptbahnhof Mannheim vorbeizuführen. Bei der VRN-Verbandsitzung am Donnerstag wurden den Mitgliedern, allesamt Landkreise und kreisfreie Städte, auch die Zahlen zu Fahrgästen und Einnahmen vorgelegt.

Norbert Egger, VRN-Vorstandsvorsitzender, zeigte sich erfreut über die positive Resonanz von Bundes- und Landespolitikern auf die VRN-Aktionen gegen die Bypass-Lösung für den Hauptbahnhof Mannheim. Lediglich Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe teile nicht die Meinung des Verbunds. Die Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz hätten jedoch eine Bundesratsinitiative gegen die Bestrebungen der Bahn in
Aussicht gestellt. Egger sagte zudem, Mitglieder des Bundestags-Verkehrsausschusses hätten sich „klar und unmissverständlich“ für Mannheim als ICE-Knoten ausgesprochen.

Voraussichtlich wird der Verbund in diesem Jahr 248 Millionen Fahrgäste befördert haben, ebenso viele wie im vergangenen Jahr. In den Jahren davor hatte sich die Zahl der Fahrgäste stets erhöht. Dagegen zeichnet sich bei den Einnahmen eine weitere Erhöhung vier Millionen Euro auf geschätzte 148 Millionen Euro ab.

VRN-Geschäftsführer Wagner erklärte, dass die wirtschaftlichen Schwierigkeiten viele Fahrgäste vor Zeitkarten zurückschrecken ließen. Eher würden Einzelfahrscheine gekauft. Im Gegensatz dazu stehe der Trend bei den Zeitkarten für Schüler, Auszubildende und Studenten. Sie würden allesamt stärker nachgefragt. Wagner lobte das Maxx-Ticket für Schüler als VRN-Erfolgsmodell. Im vergangenen Jahr seien fast ein Drittel der Fahrgeldeinnahmen des Verbunds aus dem Verkauf dieser Ticketart entstanden.

Die Verkehrsplaner hätten jedoch auf die veränderte Situation reagiert, betonte Wagner. So würde ab Dezember das Rhein-Neckar-Ticket angeboten, ein netzweites sogenanntes
Jedermann-Ticket für 60 Euro pro Monat. Neu ist auch das „Entdecker-Ticket“ für Gastschüler, „Autofaster“ sowie Zu- und Umziehende. Es ist ebenfalls verbundweit gültig, kostet monatlich 37 Euro und ist maximal zwei Mal pro Person erhältlich.

Ab dem 1. Juni 2004 gibt es Bahncard-Rabatte auch im VRN: Um 25 Prozent werden Einzelfahrscheine für Erwachsene und Kinder ermäßigt. Mit derartigen preisgünstigen Tarifangeboten wolle der VRN auch in Krisenzeiten Kunden längerfristig binden, hieß es.

Im Einzugsgebiet des VRN leben 2,5 Millionen Menschen. Er dehnt sich vom Landkreis Südwestpfalz bis zum Neckar-Odenwald-Kreis sowie vom Landkreis Alzey-Worms bis nach Germersheim aus. Im April dieses Jahres trat der Main-Tauber-Kreis dem Verbund bei.


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Niko Wald

inothernews.de ist der private und nicht-dienstliche Blog von Niko Wald - Journalist, Webmaster, Projektmanager, Redakteur und Onliner.   Politikwissenschaftler und Volkswirt, langjährige Arbeit als freier Journalist bei Tageszeitungen und Online-Redaktionen, ausgebildeter Tageszeitungs-Redakteur, Arbeit als Redakteur in einer aktuellen Printredaktion und als Online-Redakteur für die Öffentlichkeits- und Pressearbeit der internationalen NGOs Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe. Heute im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Seit 1999 begeistert von Botswana (Afrika).   Kanäle: Online,Online, Foto, Video, Audio und Print.   Stationen: Rhein-Hunsrück-Zeitung (Simmern), Der Weg (Saarbrücken), Die Rheinpfalz (Ludwigshafen), Rheinpfalz online (Ludwigshafen), Rhein-Neckar-Zeitung (Heidelberg), Rhein-Zeitung (Mayen, Andernach, Koblenz), Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe (Stuttgart und Berlin), Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL, Berlin).   Außerdem (in freier Tätigkeit): Beratung von und Workshops für Kommunen, Universitäten, Kirchenkreise und Landeskirchen. Wissenstransfer und -vermittlung für Medienarbeit und Journalismus, Strategieentwicklung für Öffentlichkeits- und Medienarbeit, Projektmanagement für Websites und Onlineprojekte   Kontakt: nwx@inothernews.de oder @inothernews_de