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Bürgerdienste in Mannheim gehen mit Neuheiten an den Start

Mehr Bürgerdienste, längere Öffnungszeiten, bessere Erreichbarkeit und kürzere Bearbeitungszeiten: Der Amtsschimmel in Mannheim muss sich kräftig anstrengen, um die neu gesteckten Ziele für die Bürgerdienste zu erreichen. Ihn auf Trab zu bringen ist die Absicht von Bürgermeister Rolf Schmidt und Fachbereichsleiter Helmut Rolli. Das neue Ziel der Bürgerdienste heißt hohe Kundenzufriedenheit; dazu haben die beiden Verwaltungschefs ein ansehnliches Maßnahmenpaket geschnürt: Die Zahl der Bürgerdienste wird auf 17 erhöht, die Öffnungszeiten werden ausgedehnt und ein Telefon-Service wurde eingerichtet. Eine neu aufgelegte Broschüre, die über die Neuheiten informiert, wird bis Ende April an alle Mannheimer Haushalte verteilt werden.

Die Bürgerdienste in Mannheim werden weiter dezentralisiert. Bislang gab es zwölf Stadtteil-Bürgerdienste, im Zuge der „wohnungsnahen Verwaltung“ sollen es bald 17 sein. Die jüngste Behörden-Zweigstelle startete am Montag in der Neckarstadt West den Probebetrieb. Die Öffnungszeiten wurden für alle Dienste vereinheitlicht und von 29,5 auf 32 Stunden wöchentlich ausgedehnt. Damit sind die Bürgerdienste an jedem Wochentag geöffnet. Zudem wurden sogenannte Früh- und Spättermine eingerichtet: Donnerstags öffnen sich die Verwaltungstüren bereits um sieben Uhr, Dienstags schließen sie erst um 19 Uhr. Der Personalbestand verändert sich durch das Ausweiten der Dienste nicht, erklärte Schmidt. Jedoch entstünden durch die zusätzlich genutzten Räume Mehrkosten.

Neu in Gang gebracht wurde ein Telefonservice, den ratsuchende Bürger wochentäglich ab 7.45 Uhr zum Ortstarif anwählen können. Vier Mitarbeiterinnen, die in einem Call-Center in K7 sitzen, nehmen sich den Anrufern an. Unter der Telefonnummer 293-4080 geben sie Auskunft über Bürozeiten, mitzubringende Dokumente und Zuständigkeiten der städtischen Dienste. Manchmal werden sie mit ungewöhnlichen Anfragen konfrontiert. Karin Herzog vom Hotline-Team hatte vor kurzem einen ehemaligen US-Soldaten aus Dalaware in den USA an der Strippe. Er war auf der Suche nach seiner ihm bislang unbekannten Tochter, die irgendwo in Mannheim lebt. Bürgermeister Schmidt betonte, dass die neu geschaltete Nummer die einzige offizielle telefonische Anlaufstelle der Stadt sei. Die Stadt habe mit der in Internet-Telefonbüchern unter „Mannheim“ zu findenden 0190-Nummer nichts zu tun. Er warnte die Bürger davor, der windigen Abzock-Nummer, die auch für andere Städte inseriert wurde, auf den Leim zu gehen.

Damit die umfangreichen Änderungen im Bürgerdienst-Bereich von den Mannheimern wahrgenommen werden, wird in den kommenden Wochen eine 24-seitige Informationsbroschüre kostenlos an alle Haushalte verteilt. Sie beschreibt das Leistungsangebot der Bürgerdienste und enthält Anschriften, Öffnungszeiten sowie Telefonnummern der Stadtteil-Dienste. Die Produktion der Info-Schrift hat die Stadt nichts gekostet, sagte Fachbereichsleiter Rolli. Möglich sei dies durch zahlreiche Sponsoren aus dem Rhein-Neckar-Dreieck.

„Das ist eine neue Welt“, kommentierte Rolli die neu geschaffene Dienstleistungs-Landschaft in Mannheim. Im Vergleich zu anderen Städten nehme Mannheim eine Spitzenposition ein. Auch Schmidt war von den neuen Bürgerdiensten überzeugt, sie seien ein „richtungsweisendes Modell.“


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Niko Wald

inothernews.de ist der private und nicht-dienstliche Blog von Niko Wald - Journalist, Webmaster, Projektmanager, Redakteur und Onliner.   Politikwissenschaftler und Volkswirt, langjährige Arbeit als freier Journalist bei Tageszeitungen und Online-Redaktionen, ausgebildeter Tageszeitungs-Redakteur, Arbeit als Redakteur in einer aktuellen Printredaktion und als Online-Redakteur für die Öffentlichkeits- und Pressearbeit der internationalen NGOs Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe. Heute im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Seit 1999 begeistert von Botswana (Afrika).   Kanäle: Online,Online, Foto, Video, Audio und Print.   Stationen: Rhein-Hunsrück-Zeitung (Simmern), Der Weg (Saarbrücken), Die Rheinpfalz (Ludwigshafen), Rheinpfalz online (Ludwigshafen), Rhein-Neckar-Zeitung (Heidelberg), Rhein-Zeitung (Mayen, Andernach, Koblenz), Brot für die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe (Stuttgart und Berlin), Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL, Berlin).   Außerdem (in freier Tätigkeit): Beratung von und Workshops für Kommunen, Universitäten, Kirchenkreise und Landeskirchen. Wissenstransfer und -vermittlung für Medienarbeit und Journalismus, Strategieentwicklung für Öffentlichkeits- und Medienarbeit, Projektmanagement für Websites und Onlineprojekte   Kontakt: nwx@inothernews.de oder @inothernews_de